Die konstruktiv-konkret arbeitende Künstlerin habe eine nicht zu unterschätzende Affinität zum Ausstellungsort, denn die Region stände für Susanne Werdin für die konkrete Kunst (z.B. Rehau das IKKP, Weißenstadt das Kleine Museum, Selb Fassaden, Skulpturen und Galerie Goller), meinte Hans-Joachim Goller bei der Eröffnung der Ausstellung im Rosenthal-Theater Selb.

Aber ihre strengen Konstruktionen wären auch gleichfalls musische Kompositionen, sagt Volker Seitz, der zweite Redner zur Ausstellung. In Werdins Werken gäbe es laut ihrer eigenen Aussage „mehr, als das was zu sehen ist.“ Es gäbe das Dahinter. Verstecktes würde durch schimmern. In Ihren Bildern herrsche Transparenz und Durchsichtigkeit.

Außerdem entstände die Spannung ihrer Bilder „in den Zwischenräumen.“ Gerade dort, an der Stelle an der Werdin in ihren mehrteiligen Arbeiten bewusste Zwischenräume lässt, würde etwas passieren. Spannung entstehe und entlade sich genau an diesen Orten. Die Funken sprängen über und es wäre, als ob das heiße Rot durch die schwarzen Kohlen glühe oder ein gelber Blitz durch die dunkle Nacht zucke und diese erhelle: „Die Spannung entsteht in den Zwischenräumen.“

Es würde sich in den Bildern von Susanne Werdin einiges bewegen. Aber nichts sei chaotisch, sondern alles rhythmisch. Ihre Kunst wäre sichtbare Musik – präzise, konkrete Kompositionen, die auch und vor allem bewegen würden und emotional wären: „Es geht um die Bewegung.“

(Auszug aus der Eröffnungsrede zur Ausstellung von Hans Joachim Goller und Volker Seitz)

Die Ausstellung ist bis zum 31.03.2019 im Rosenthal-Theater Selb zu sehen. Öffnungszeiten: DO 16 – 18 Uhr, SA 10 – 14 Uhr, SO 10 – 12 Uhr (an Feiertagen geschlossen) und zu allen Theater- und Konzertveranstaltungen, Gruppen auf Anmeldung: 0152/33986143